Slow Baking
… daran sollten sich viele Bäckereien beteiligen: Slow Baking – eine Initiative deutscher Bäcker, die noch etwas von ihrem Handwerk verstehen. Im Gegensatz zu manch anderen Leuten:
Immer weniger Bäckergesellen beherrschen ihr Handwerk so, wie es zum Brotbacken nach den traditionellen Regeln nötig wäre. Eine Bäckerei darf auch ohne die alten Kenntnisse und stattdessen mit Hilfe der Backmittelindustrie und ihrer zahllosen Backmischungen geführt werden. Meist heißt es dann: Tüte aufreißen, Wasser dazugießen, rühren, backen, und fertig sind die Brote, Brötchen, Croissants, Kuchen und Teilchen. Das erleichtert dem Bäcker auf der einen Seite die Arbeit und ermöglicht ihm morgens einen längeren Schlaf. Da immer mehr Bäcker zur Fertigmischung greifen, hat dies auf der anderen Seite für den Kunden zur Folge, dass er landauf, landab exakt die gleichen Brote, Mohnstriezel und Vollwertbrötchen erhält. Ob in München oder Hamburg, die Vielfalt der deutschen Bäckereien ist fast schon verloren gegangen.
[ via: WDR ]
Ich fahre morgens zum Brötchen holen durch die halbe Stadt zu einem Bäcker, der keine Fertigwaren verkauft, obwohl es in Gehdistanz rund um meine Wohnung drei „Bäckereien“ gibt – die jedoch nur Fertigschrott anbieten. (Und der Fertigschrott ist dann noch nicht einmal billiger als die „Brötchen mit Geschmack“.)
Ähnliche Effekte beobachte ich auch in der Gastronomie. Und ganz langfristig bin ich davon überzeugt, dass wir bald die Schnauze voll vom Geiz-ist-geil-Gegackere haben und uns endlich wieder der Qualität und dem angemessenen Preis zuwenden werden.
Wenn man den Überblick verliert
Tja, erstens kann ich kein Kyrillisch lesen und zweitens hätte wahrscheinlich selbst ich in diesem Wust die Übersicht verloren. Oder steigt da wirklich noch jemand durch?
Neue Karte: Sol y Mar
Ja, die Karte des Sol y Mar habe ich schonmal im Rahmen des Speisekarten-Quiz vorgestellt. Trotz des dort erwähnten Wirrwarrs an Konzepten ist der Laden in Einzelaspketen durchaus besuchenswert.
Neue Karte: Edelweiß
Im Edelweiß – einem saisonalen Restaurant der Autostadt – haben wir unsere letzte Weihnachtsfeier verbracht.
Neue Karte: Traube
In diesem Betrieb haben wir Blog-trifft-Gastro 2006 gefeiert. Bei der Gelegenheit habe ich die Karte selbst ausprobieren können und gleichzeitig ein persönliches, niegelnagelneues Belegexemplar direkt vom Ersteller erhalten ;-)
Mehr zum Entstehungsprozess dieser Karte schreibt der Autor in seinem Blog.
PS: Wird auch langsam mal Zeit, dass ich die Karte hier vorstelle. Blog-trifft-Gastro ist ja schon mehr Monate her als hin.
Blogroll aktualisiert
So, ich habe mal eben meine Blogroll meinen aktuellen Lesegewohnheiten angepasst und daher stark eingekürzt. (Anderswo wird sogar ganz über Sinn und Zweck einer Blogroll spekuliert.)
Wir können auch – anders
Wer sich über die Kennzeichnung von Zusatzstoffen mokiert, der sollte vielleicht mal nach Kiew fahren. Da geht das alles noch ganz anders:
Geblieben ist aber eine ausufernde Bürokratie: „Ich muss eine genaue Liste aller Zutaten einreichen, die dann geprüft und mit einem Stempel versehen der Speisekarte hinzugefügt wird“, sagt der deutsche Küchenchef.
[ via: AHGZ ]
Wie so oft: Bevor man über den eigenen Zustand auf hohem Niveau jammert, sollte man besser mal beim Nachbarn schauen, ob es da nicht noch viel grauseliger zugeht ;-)
Speisekarten-Quiz – Auflösung VI
Bis 12 Jahre – eine Formulierung, die ich leider viel zu häufig auf Karten finde. Sie führt bei Gästen nur zu Verwirrung und Zusatzfragen: „Mein Kind ist 13, darf ich trotzdem einen Zwergenteller bestellen?“, „Ihr Kind sieht aber eher aus wie zwölf-einhalb, da müssen Sie schon den Kinderausweis vorlegen können.“ oder „Ich habe heute als Erwachsener wenig Hunger und Japp auf Spaghetti, aber ich darf ja nicht?!?“ usw. – Kleine Portionen anbieten ist richtig. Die „lustigen“ Kindernamen dürfen die Gerichte ja ruhig behalten und die Sektion darf meinetwegen weiter „Zwergenteller“ heißen (wenn es denn unbedingt sein muss). Die Altersbeschränkung ist jedoch kontraproduktiv.
Darüber hinaus habe hoffentlich nicht nur ich aus den immer wieder bemerkenswerten Anmerkungen von Herrn Pratsch und der von Jan viel Neues gelernt. – Die nächste Folge des Speisekarten-Quiz dann demnächst (irgendwann :-)) hier auf diesem Blog-Kanal.
Surf-Tipp 2006-10: Hermes Paketshop
Mein Surf-Tipp für diesen Monat ist der Hermes Paketshop – ausnahmsweise ein kommerzieller Hinweis (jedoch keine Werbung), speziell für Leute, die (ab und zu oder häufiger) Päckchen und Pakete versenden:
Auch genug von der Hochnäsigkeit des Ex-Monopolisten Deutsche P*st? – Dann auf Hermes umsteigen. Wer einmal den Service und die Preise dort kennengelernt hat, der mag nicht mehr drauf verzichten und fragt sich im Gegenteil, warum er je Geld in die gelbe Geld- und Launevernichtungsmaschine gesteckt hat. Klappt u. a. ideal in Verbindung mit eBay.
350.000 gezählte Besucher
Acht Monate hat es diesmal gedauert, also etwas länger als beim letzten Mal, um 50.000 weitere Besucher auf der Speisekarten-Seite zu zählen. Die Startseite des Speisekarten-Blogs wurde in der Zwischenzeit 17.000 Mal aufgerufen. – Vielen Dank für Ihr Interesse ;-)




