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Apple will nur unser Geld, Google unsere Daten

Eingetragen am 2013-05-09 07:59 von Thorsten Sommer in Andererseits.

Das trifft den Nagel auf den Kopf:

They have a fundamental differences in business philosophy. Apple doesn't care who we are, they just want our money. Google doesn't care about our money, they just want to know who we are.

[ via: imore ]

Da zahle ich doch lieber. Vor allem, da ich deutlich angezeigt bekomme, wieviel wann wofür anfällt – statt von einem allgegenwärtigen, lächelnden, aber nichtsdestowenigertrotz unersättlichen Datenvampir kontinuierlich ausgesaugt zu werden.

Apple Home gibt es doch schon längst

Eingetragen am 2013-04-08 17:30 von Thorsten Sommer in Andererseits.

Nachdem Facebook Home rausgekommen ist, geht die Angst um in Netzland. Die einen sehen Apple bedroht (da Facebook Home dort nicht verfügbar ist). Heute lese ich davon, dass es dringend ein Google+ Home geben müsste, damit die „guten“ Google-Dienste genauso erreichbar sind wie die von Facebook und anderen Android-Schmarotzern (aka Amazon).

Hmmm ... denke ich da so bei mir. Kann es sein, dass die Fanboys der Welt erwachen und zwei Dinge erkennen?

  1. Android ist ein tief zersplitterte Plattform, ohne Standards - vor allem an der Oberfläche. Konfigurierbar ja, aber eben nicht integriert.
  2. Facebook Home tut etwas ganz Böses: Es schafft eine integrierte Oberfläche. Huuuuuh! Etwas das Apple ja schon seit Jahren propagiert und damit (beneidenswerterweise) mehr als erfolgreich ist.

Tja, liebe Fanboys. Jahrelang gegen Apple gewettert, jetzt schlagt ihr euch förmlich um eine ähnlich integrierte Welt? Das könnt ihr viel einfacher haben. Niemand braucht ein Facebook Home auf iOS. Denn wir haben ja schon ein „Home“„Apple Home“. Und damit bin ich übrigens hochzufrieden.

Schön, dass der Rest der Welt beginnt den Vorteil integrativer Ansätze zu erkennen. So wird es (hoffentlich) wieder ein fairer Wettkampf, in dem der bessere Integrator gewinnt (was auch immer „besser“ in diesem Kontext heißen mag …)

CeBIT 2013

Eingetragen am 2013-03-07 18:37 von Thorsten Sommer in Andererseits.

Hier mal wieder der alljährliche CeBIT-Bericht (in Stichpunkten):

Hui, was ein trauriges Bild. Schon bei der Anfahrt erkennt man: Hier ist lange nicht mehr so viel los wie in den Vorjahren. – Hinein. iOS Passbook funktioniert einwandfrei. iPhone unter den Scanner am Drehkreuz Eingang Ost halten und zack. Erfreulich. – Ob Microsoft, SAP, Telekom oder Kleinanbieter: Werbematerial, wo man nur hinschaut. Studenten und Endverbraucher. Fachmesse? Fehlanzeige. – Das BI-Forum sieht interessanter größer aus als im letzten Jahr. Optische Täuschung? Ne, hier wurde wirklich aufgewertet. (Nur den BI Excellence Award vermisse ich.)

Von Aufwertung kann man beim Rest der CeBIT leider nicht sprechen. So wird sich diese Messe jedenfalls nicht mehr lange halten können. Anders als bei Veranstaltungen wie z. B. dem Gartner Summit, werden Besucher nämlich immer noch alleine gelassen. Die ganze CeBIT ist einfach nur eine Anhäufung mehr oder weniger zusammenhangsloser Stände und Buden. Der Restetisch der IT-Branche. Das Ordnungskriterium „Halle“ ist ausgehebelt. Besucher irren hilf- und führungslos durch die Gänge. Entweder hat man ein konkretes Ziel (dann bräuchte man allerdings keine Messe) oder man treibt ziellos dahin. Erkennbare Handlungsstränge oder „Tracks“ gibt es nicht. Die CeBIT-App ist ein Witz und lässt den Suchenden ebenfalls alleine. Es fehlt an allen Ecken an Struktur, Unterstützung, Linie, Klarheit. Die ganze CeBIT scheint nicht mehr zu wissen, was sie eigentlich sein will. Hilfe zum Netzwerken, Nutzung von Social Media, bessere Vermittlung der Inhalte, Interaktivität zwischen den Besuchern (und Ausstellern) – das würde der CeBIT gut zu Gesicht stehen. In der heute gezeigten Form gebe ich dieser Veranstaltung jedenfalls nicht mehr allzu viele Jahre. Und das wäre nach so langer Zeit eigentlich schade.

Wir sind alle nur Nummern … für Facebook

Eingetragen am 2013-01-25 18:00 von Thorsten Sommer in Andererseits.

Falls noch jemand wissen möchte, warum ich meinen FB-Account gelöscht habe … Ich bin ein Mensch und keine Nummer. Schon gar keine „Facebook-ID“:

Facebook erkennt angemeldete Nutzer dabei auf allen Endgeräten und in allen Browsern anhand ihrer Facebook-ID wieder, vorausgesetzt, ein Nutzer ist bei Facebook angemeldet.

[ via: golem.de ]

Mir ist natürlich klar, dass Funktionen wie diese über kurz oder lang in allen sozialen Netzen etabliert werden – und auch anderswo. Aber es zwingt mich ja erfreulicherweise niemand dabei mitzumachen, wenn meine Privatsphäre kontinuierlich weiter ausgehöhlt werden soll.

Besonders kritisch sehe ich in diesem Fall die zugrundeliegende Philosophie:

Facebook vertraut dabei auf die Bequemlichkeit der Nutzer: Diese loggen sich in aller Regel nicht bei Facebook aus, und so kann Facebook ihr Verhalten im Web auch auf anderen Seiten erfassen. Das setzt allerdings voraus, dass diese Seiten einen Code von Facebook einbetten.

[ via: ebenda ]

Statt aufzuklären, wird ausgenutzt. Damit meine ich sowohl die FB-Nutzer als auch die Web-Seitenbetreiber, die hier zum Mitmachen animiert werden sollen. Letztere werden nämlich ganz nebenbei auch noch gläsern. Und nicht sie werden die eigentlichen Vorteile der Einbettung genießen, sondern wiederum Facebook.

Das Geschäftsmodell und den Sinn erkenne dahinter erkenne ich wohl. Gut heißen muss ich das Alles deswegen lange noch nicht.

PS: In der Zwischenzeit empfehle ich Ghostery.

Gastwirtpfandrecht

Eingetragen am 2013-01-11 20:06 von Thorsten Sommer in Andererseits.

Schon gewusst?

Das Gastwirt- und Hotelierpfandrecht ist ein gesetzliches Pfandrecht, das dem Gastwirt als Sicherheit für seine fälligen Forderungen gegen Gäste zusteht und sich auf die von den Gästen eingebrachten Sachen erstreckt. Der Gastwirt oder Hotelier darf den bei Nichtbezahlung drohenden Vermögensnachteil durch Pfändung der vom Gast eingebrachten Sachen ausgleichen.

[ … ]

Der Gastwirt hat jedoch das Recht, im Rahmen der Notwehr auch mit Gewalt die Mitnahme der gepfändeten Sachen durch den Gast zu verhindern (§ 32 StGB).

[ via: Wikipedia ]

Also immer besser liquide sein, wenn man eine Gaststätte oder ein Hotel betritt ;-)

Kein Instagram-Account – Glück gehabt …

Eingetragen am 2012-12-18 16:56 von Thorsten Sommer in Andererseits.

Tja, da sind sie wieder, die Amis mit ihren spaßigen Geschäftsideen und recht eigenwilligen Vorstellungen von Recht und Ordnung:

Mit den neuen Richtlinien kann Instagram ab dem 16. Januar 2013 alle eingestellten Bilder verkaufen – ohne die Nutzer fragen oder gar an den Einnahmen zu beteiligen zu müssen. Das gilt auch für Bilder, die bewusst als privat markiert und damit nicht öffentlich hochgeladen wurden.

[ via: Karrierebibel ]

Da bin ich doch richtig froh, noch nie einen Instagram-Account angelegt zu haben.

Vom Ende der Innenstädte

Eingetragen am 2012-07-15 12:09 von Thorsten Sommer in Andererseits.

Vor fünf Jahren ging es in Wolfsburg, Magdeburg und dann Braunschweig los: Die ECE-Center kamen. Und mit ihnen der Tod der bis dahin vielleicht nicht wirtschaftlich, aber zumindest menschlich florierenden Innenstädte. Der Kampf um diese Innenstädte, wenn es denn noch welche gibt, wird nicht auf den Straßen, sondern in den den Rathäusern geführt. Aber die Gegner sind ungleich vorbereitet. Auf der einen Seite klamme Gemeinden und Kommunen, auf der anderen Seite extrem gut vorbereitete und vernetzte Wirtschaftsprofis. Das Ergebnis ist meist absehbar. ECE gewinnt, die Innenstädte verlieren. Jetzt geht es wohl um Bochum und die taz informiert endlich einmal auf drei kompletten Seiten etwas detaillierter über die Hintergründe:

Alexander Otto ist für viele ein Feindbild. Er baut Shoppingcenter in Innenstädte. Diese Center ziehen Einkäuferinnen an, sie ziehen diese Einkäufer aber auch aus den Fußgängerzonen ab. Die Fußgängerzonen veröden dadurch, sagen die Kritiker. Ein-Euro-Shops und Sexshops rücken an die Stelle von Elektromärkten oder Kleiderläden. In einigen Städten wehren sich Bürgerinitiativen gegen ECE-Center. Aber Alexander Ottos Konzern baut weiter.

[ via: taz ]

Wie immer möge sich jeder selbst ein Bild machen. Meine Erfahrung speziell in den oben genannten Städten zeigt aber: Mit jedem ECE stirbt eine Innenstadt, zumindest in Städten mit weniger als einer halben Million Einwohner.

Und sollte unser aller Einkaufsverhalten noch mehr in Richtung e-commerce gehen und daher immer weniger Fachgeschäfte benötigt werden, wird sich die Konzentration auf die wenigen „Shopping-Paläste“ verstarken. Im Rest der ehemaligen Innenstädte pfeift dann nur noch der Wind um die leeren Häuser, Ein-Euro-Shops und wahrscheinlich wieder Büroetagen.

Naja, jedes Volk bekommt halt die Einkaufmöglichkeiten, die es verdient.

Datenschutz – Besser spät als nie

Eingetragen am 2012-06-07 11:43 von Thorsten Sommer in Andererseits.

In Sachen Datenschutz- und Privatsphären-Diskussion in Deutschland sollte man die Hoffnung nicht aufgeben. Vielleicht tut sich ja jetzt endlich was in die richtige Richtung. Dem ein oder anderen fällt nämlich langsam auf, dass etwas falsch läuft – auch wenn er früher ganz andere Töne spuckte:

Ich sag’s ganz ehrlich: Viele unserer Datenschutzbedenken halte ich für übertrieben: Dass eure Bewerbungsmappe aufgrund zu vieler Partyfotos auf Facebook schon im Vorfeld aussortiert wird, dürfte tatsächlich an der fehlenden Zeit der Personaler scheitern. Dass Einbrecher sich erst einmal auf Google Street View schlau machen und dann noch euren Foursquare-Status checken, bevor sie euch die Wohnung ausräumen – ein bekanntes Horrorszenario, von dem mir bisher noch kein einziger Fall bekannt geworden wäre. Da wird vieles heißer gekocht als gegessen

[ via: Basic Thinking ]

Pah, Datenschutz und „Wehret den Anfängen!“ waren bislang halt nur was für Leute aus Schleswig-Holstein. Das war doch alles gar nicht so wild. Aber darum ging es weder mir, noch Thilo Weichert, noch allen anderen Datenschutzanmahnern in Deutschland. Wir alle hatten und haben schon immer das große Ganze im Sinn gehabt bei unseren Warnungen.

Wo das hinführt, erkennen jetzt wohl auch die bisher Leichtgläubigen und Beschwichtiger:

Mir platzt nämlich gerade der Kragen. Nicht genug damit, dass ein einzelnes privatwirtschaftliches Unternehmen uns alle katalogisiert. Bald könnte es so aussehen, dass ihr keinen Mobilfunkvertrag mehr bekommt, weil ihr in der falschen Gegend wohnt oder mit Menschen ohne Ralph-Lauren-Shirt verkehrt. Selbst wenn ihr immer pünktlich eure Rechnungen bezahlt habt. Das ist nichts weniger als ein Skandal, eingetütet in hübsche Floskeln.

Es reicht. Sagt es weiter, protestiert, empört euch, damit diesem Spuk sofort ein Ende gesetzt wird!

[ via: ebenda ]

„Aha?!“, sage ich da nur. Jetzt plötzlich also doch?! Jetzt erkennt ihr endlich alle miteinander den Wahnsinn und den Abgrund auf den wir zusteuern? Privatsphäre könnte doch etwas wert sein? Totale Entblö[ß|d]ung im Web ist nicht nur cool, sondern evtl. auch nachteilig?

„Super! Toll!“, rufe ich euch da zu. „Besser spät als nie!“ – Hoffentlich reicht das für mehr als einen Sturm im Wasserglas. Vielleicht wacht endlich eine Mehrheit auf und tut deutlich mehr gegen die allgemeine Datensammelwut. Fangt z. B. damit an, euch bei Thilo Weichert für alle die Unkenrufe und Schmähungen zu entschuldigen bzw. euch dafür zu bedanken, dass Menschen wie er das Thema überhaupt so früh aufgegriffen haben – zu unser aller Vorteil.

iPad 3 – schneller, schärfer, schwerer

Eingetragen am 2012-03-17 08:56 von Thorsten Sommer in Andererseits.

Yesssss ... ich hab' es schon, das neue iPad (3). Gestern noch mit Backup und Restore mein altes iPad 2 in den Ruhestand geschickt (Dauer ca. eine Stunde) und ab ging die Post. Erste Beobachtungen:

  • Wow, plötzlich alles so schnell hier. Apps starten deutlich schneller, auch wenn viele davon auf sind. Seitenaufbau im Browser ist noch flüssiger. Knöpfe reagieren wirklich direkt auf Knopfdruck (wo beim iPad 2 noch eine Millisekunde spürbar war), z. B. im Mail-App.
  • Wow, der Bildschirm und die Auflösung sind wirklich der Hammer! Schrift sieht wirklich aus wie gedruckt. Ungemein beruhigend für's Auge. Mit ein bisschen Nachdenken erklärt sich dann von selbst, warum die Bildschirmhintergründe vom alten iPad nicht übernommen wurden: Wer sie in der Foto-App betrachtet, hat einen sehr guten Eindruck davon, wieviel höher die Auflösung jetzt ist. Das erkennt man auch an der Cursor-Lupe und den darin enthaltenen feinen Farbverläufen.
  • Wo Licht ist, ist auch Schatten: Als Vielnutzer merke ich die zusätzlichen 55 Gramm und 0,6 Millimeter deutlich. Ist zwar nicht wieder soviel, wie beim iPad 1, doch für das iPad 4 wünsche ich mir jetzt schon „dünner und leichter“ (und zwar deutlich), bitte.
  • Die Diktierfunktion habe ich nach dem ersten Ausprobieren gleich wieder abgeschaltet. Ich tippe schneller als ich sprechen kann und die Ergebnisse müssen dann auch noch durch die Hände von Apple. Das lassen wir mal besser. (Spracherkennung wird von der IT seit der ersten CeBIT propagiert. Und funktioniert bis heute nicht. „Funktionieren“ hieße für mich übrigens eine sichere Erkennung mit >98% Trefferquote.)
  • Gefühlt entlädt sich der neue Akku deutlich schneller, kann aber natürlich auch an meinem Spieltrieb liegen. Mal sehen. ;-))

Würde ich wieder von iPad 2 auf iPad 3 umsteigen? Ich schon. Andere vielleicht nicht. Das iPad 2 ist aus meiner Sicht zum gesenkten Preis für alle Einsteiger die richtige(re) Wahl.

Soweit erstmal – sollte ja zum Angeben (Ich hab' eins ergattert und ihr nicht :-p) ausreichen ;-))

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