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Gastrosophie, Gastronomie, Sammelleidenschaft – vereint durch Speisekarten, beschrieben durch kurze Beiträge, Web-Tipps, Ideen und Ansichten.
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Keine Werbung in meinen RSS-Feeds

Eingetragen am 2005-05-19 22:33 von Thorsten Sommer unter #blogosphäre.

Werbung auf der Speisekarten-Seite ist bekanntermaßen unerwünscht. Schöne neue Werbewelt (aktuell in RSS-Feeds) hin oder her. – Mein Plädoyer lautet sogar: 99% aller Web- und Blogmaster können und sollten auf jegliche Werbung verzichten!

Meine Antwort auf die Frage des RSS-Bloggers:

Sicherlich wird es dazu auch unterschiedliche Ansichten geben und es kommt auch drauf an, welche RSS-Feeds nun mit Werbung bestückt werden. Denn wie ich letzte Woche ja geschrieben habe, gibt es nicht nur bei Blogs die Möglichkeit RSS-Feeds bereitzustellen und sinnvoll zu nutzen. Aber auf die Blogger kommt sicherlich die Zeit, wo sie sich entscheiden müssen. Content oder Werbung. Oder doch beides?

[ via: RSS-Blogger ]

… lautet demnach ganz klar: Content! Und zwar ausschließlich.

Denn: Web- und Blogmaster, warum tut ihr euch diesen ganzen Werbe-Kram eigentlich an? Für die mickrigen 3,76 Euro im Monat, die über die ach so tolle Werbung reinkommen? Die dafür euer Layout zerreißt und an vielen Stellen einfach nur nervt? Und jetzt wollt ihr womöglich auch noch eure Feeds, die ihr selbst gerne werbefrei konsumiert, verhunzen lassen? – Von Werbung auf Webseiten/in Blogs kann heute doch niemand wirklich leben, die kleineren Blogs schon gar nicht. Dann sollten alle so ehrlich sein und gleich ganz auf den Blödsinn verzichten. Investiert stattdessen in euren Content und eure Angebote und freut euch anschließend an steigenden Besucherzahlen. Macht eure Geschäfte (wenn überhaupt) durch eure Website, nicht damit. Die entgangene Einnahme (alternativ könnt ihr dafür eine Packung Zigaretten weglassen ;-) macht man durch den Verzicht auf Werbung locker wett.

Dieses Plädoyer steht übrigens durchaus in Zusammenhang zu meiner Geiz-macht-blöd-These. – Und ganz nebenbei lachen sich die Anbieter dieser Werbekonzepte auch noch ins Fäustchen, dass es genug Dumme gibt, die ihnen willfährig zur Hand gehen. Gleichzeitig machen sie den wirklich großen Reibach – auf dem Rücken des kleinen Webmasters. (Wie man sich freiwillig in diese Abhängigkeit begeben kann, wird mir immer schleierhafter.)

Der Vorschlag des MEX Blog ist für mich in obigem Sinne keine Alternative:

Gerade wegen der bisher tollen Akzeptanz von werbefreien RSS Feeds, würde ich da sehr vorsichtig sein. Sobald “MEX 2″ an den Start geht, werden wir daher mit großer Wahrscheinlichkeit RSS Feeds einmal mit Werbung + gesamten Text wie auch RSS Feeds mit kurzem Auszugstext ohne Werbung zur Auswahl anbieten. So kann der Leser fair zwischen Bequemlichkeit und Werbeallergie wählen.

[ via: MEX Blog ]

… denn das ist weder Fisch noch Fleisch – und von Fairness kann in diesem Zusammenhang keine Rede sein.

Leider findet sich bei Golem auch nur Halbgegartes zum Thema (Interessanter ist da schon die aufkeimende Diskussion in den zugehörigen Kommentaren :-)):

Ganz unproblematisch ist der Ansatz aber nicht, denn noch kommen viele Feeds ohne Werbung aus und erfreuen sich nicht zuletzt aus diesem Grund großer Beliebtheit. Zugleich könnte sich damit ein Weg zur Finanzierung der Feeds auftun und Inhalte-Anbieter eher dazu bewegen, Feeds mit Volltexten anzubieten.

[ via: Golem.de ]

… denn ob Volltext-Feeds angeboten werden oder nicht, hängt doch nicht von Werbung ab – Wer ist denn bloß auf diesen Holzweg gekommen?

Für das Speisekarten-Blog gibt es jedenfalls drei Feeds:

Und alle sind und bleiben(!) werbefrei. Toll, nicht? :*)

Soweit zum Thema Feed-Anbieter. – Was die Feeds angeht, die ich selbst lese: Für mich sind kompakte Feeds optimal, Volltext-Feeds verderben mir nur die Übersicht (bei derzeitig ca. 140 abonnierten Feeds). Werbefreie Feeds werden, genauso wie werbefreie Websites, eindeutig bevorzugt. Feeds mit Werbung werden, ebenfalls genauso wie werbebemüllte Websites jetzt schon, zukünftig durch geeignete Maßnahmen auf die Inhalte reduziert.

PS: Wer meinen Feed in einen anderen Auftritt einbinden will, der benötigt (gemäß Impressum) mein schriftliches Einverständnis dazu. In andere Sites eingebunden werden darf übrigens nur der kompakte Feed – denn es soll sich niemand mit meinen Federn schmücken ;-)

 

Vier Kommentare:

Falsch, auch Blogger können von Werbung in Websites leben. Kommt halt auf die Grösse des Blogs an und meine Einnahmen sind weit mehr als Deine 3,95 sondern im täglich dreistelligen Bereich.
Das bedingt aber auch entsprechende Zugriffe die eine entsprechende Server Umgebung notwendig machen, die finanziert werden muss - durch Werbung.
Google macht dabei 1/3 des täglichen Umsatzes aus!

McLoad, 2005-05-20 10:27

Hola, McLoad ...

Glückwunsch! - Wenn du mir jetzt noch verrätst, in welchem deutschen Blog das so funktionieren soll, könnte mich das fast beeindrucken. Bis dahin seien Zweifel an deinen "täglich dreistelligen Zahlen" erlaubt ...

Das der Server durch Werbung finanziert werden MUSS, ist totaler Schwachsinn - schonmal was von Querfinanzierung gehört?

Deine Äusserung in diesem Kommentar passen zu dem hier (Auch von dir?) - Die in beiden Äusserungen erkennbare Werbe-Affinität halte ich für stark übertrieben; sie grenzen an Panikmache. Was sollen diese Aussagen bewirken? Das alle Web-Nutzer an die Nützlichkeit oder gar Unverzichbarkeit von Werbung glauben? Halte ich für ein viel zu ehrgeiziges Ziel.

Gruss
Th. Sommer
- Gastrosoph, Sammler, Webmaster der Speisekarten-Seite -

PS: "Meine" 3,95 gibt es nicht - ich mache nämlich überhaupt keine Werbung auf meinen Seiten, wie man bei genauem Lesen meines Eintrages mitbekommt.

thSo, 2005-05-20 10:50

Trackback: Unsubscribe Golf-Blog ] Das durchaus lesbare Golf-Blog von Alex Cejka musste soeben dran glauben. Nichtsahnend hatte ich mein Bloglines angeworfen, um seinen Feed zu lesen, da blinkten mich dort in jedem seiner Blog-Einträge riesengroße (300×250 Pixel), animierte Werbe-GIFs an.

Speisekarten-Blog, 2005-11-03 22:14

Trackback: Was denn nun: Wirtschaft oder Web 2.0? ] Während Mario Sixtus noch verzweifelt Leute sucht, die bereit sind für Web-Dienste zu bezahlen, stellt Martin Röll die weitaus richtigere Frage (sinngemäß): „Wie verdienen wir eigentlich unser Geld? (Und was könnte Web 2.0 damit zu tun haben?)“ – Tja, ihr

Speisekarten-Blog, 2005-12-11 21:05

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