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Gastrosophie, Gastronomie, Sammelleidenschaft – vereint durch Speisekarten, beschrieben durch kurze Beiträge, Web-Tipps, Ideen und Ansichten.
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Eingetragen am 2010-03-07 12:26 von thSo in Blogging.

Eine Karte muss nicht immer gedruckt, sondern kann auch über moderne Medien dargestellt werden. Die IT-Firma Line5 will letzteres versuchen und nennt das Konzept „Digitale Speisekarte“:

Der Begriff der "Digitalen Speisekarte" ist recht neu - und die Erwartungen an diese Geräteklasse sind höchst unterschiedlich. Der durchsatzorientierte Gastronom wünscht an Kassensystem, Küche und Warenwirtschaft angebundene Touchscreens auf den Tischen oder am Gürtel der Servicekräfte, der Systemgastronom möchte von zentraler Stelle aus auf Aktionen aufmerksam machen, kleinere Betriebe vielleicht die Blicke der vorbeieilenden Kundschaft mit einem Bildschirm im Fenster auf sich ziehen.

[ … ]

Die sich höchstens zweimal jährlich ändernde Speisekarte eines Traditionsgasthauses im Luftkurort macht sich möglicherweise besser in der papiernen Variante im Schaukasten am Eingang, als animiert. In Büro-Innenstadtlage halten jedoch schon früh auf dem Weg zur Arbeit die Pendler Ausschau nach einem Mittags-Schnäppchen. Wohl dem Wirt, der jetzt per Bildschirm im Schaufenster die Gaumen der potenziellen Gäste ansprechen kann...

[ via: digitale-speisekarte.info ]

Ok, zumindest der Ansatz liest sich realistischer als bei potentiellen Vorgängern. Trotzdem erweckt das Ganze eher den Anschein einer Werbekampagne für die eigenen Software-Entwicklungen als einer dauerhaften Auseinandersetzung mit dem Thema. Ich werde das dazugehörige Blog einfach mal unter Beobachtung halten und sehen, was rauskommt.

Vielleicht mag sich ja auch einer der Macher hier melden und einen Blick hinter die Kulissen bzw. Ausblick zu den weiteren Planungen gewähren?

Eingetragen am 2010-03-05 18:49 von thSo in Interna.

Es gibt durchaus Speisekarten-Anbieter, deren Web-Seiten und Angebote ich zwar kenne, aber hier trotzdem nicht vorstelle/verlinke. Warum? Weil ich ihre Angebote für dubios oder sogar unseriös halte. – Gerade ist mir wieder so einer untergekommen. Diesmal sieht es so aus, als wollte jemand eine Drückerkolonne zum Speisekarten-Verkauf aufbauen. Manchmal zweifele ich wirklich an meinen Mitmenschen.

Eingetragen am 2010-03-04 12:23 von thSo in Andererseits.

Auch in diesem Jahr lasse ich mir einen Besuch der CeBIT nicht nehmen – und einen Bericht darüber natürlich auch nicht ;-)

Diesmal werde ich eine komplette Runde durch alle Hallen drehen – beginnend in Halle 2 und mit Halle 19 wird es enden (aus vielleicht nachvollziehbaren Gründen ;-))

Halle 2: IBM-Hardware und Tütenträger bestimmen das Bild. // Am Stand der noxcon gegenüber von Dell zwei melancholisch blickende Standmitarbeiter, von denen mir die Frisur der Blonden eindeutig mehr zusagt als sein Drei-Tage-Bart ;-)) // Bei VMware schlagen sich die PC-Freaks – um was eigentlich? // Bei der DATEV geht es durchaus seriöser zu.

Halle 3: Business IT – schöne Hallenbezeichnung >:-) // Hablamos español. // Urg! Das Thema Sexistische Werbung ist leider immer noch nicht durch. Negativausreißer in diesem Fall die Firma d.velop. Übel. // Dringender Hallenwechsel erforderlich.




Halle 4: Ok, das Eingemachte ;-) // Arg! Gleich hinter dem Eingang der Microsoft-Stand. Muss das sein :-/ // BI ist MS genau einen Demostand wert. Was sagt uns das? // T-Systems hat wenigstens eine interessante Standdeko. // Bei der SAP gibt es jetzt geführte Touren. Anders steigt man wohl durch das Angebot nicht mehr durch?! // Hmmmm, BI ist nicht hier. Vielleicht in ...

Halle 5: Jepp, ganz hinten in der Ecke, gleich neben der Besenkammer. Was ein trauriges Bild :-( Von all den Anbietern ist nur noch einer ernsthaft vertreten. Ist das das Ende des BI-Forums auf der CeBIT?

Halle 6: webciety? Na gut, wenn es sein muss. // BTW: Street View – nein danke.

Halle 7: Denkanstoß: Braucht eine Branche, die von elektronischer Informationsübermittlung lebt wirklich eine Präsenzmesse?

Halle 8: Wellness und IT? So langsam macht sich wohl Verzweiflung breit. // Doch noch einmal deutlich weniger Messe-Bunnies dieses Jahr. // Indisches Englisch hört sich einfach lustig an :-))

Halle 9: Bayern Innovativ. Ist das nicht ein Oxymoron? // Eye Tracking zur Steuerung von Rechnern. Das hat doch was. // Soweit südlich war ich lange nicht mehr auf dem Messegelände.




Halle 11: Warum müssen wir eigentlicht vor nackten Frauen beschützt werden? Was ist mit Waffen, Terroristen, schlechtem Essen, Gewalt oder Marketing-Leuten? // Bei Rewe kann man jetzt mit Fingern bezahlen? // Armutszeugnis der CeBIT: 1h WLAN für 10€?!? // Man kann in der IT auch Geld mit dem Löschen von Daten verdienen. Interessant. // Sicher was für das Auge.

Halle 12 & 13: Wow, Hardware! Sowas braucht man heute immer noch? >:-)

Halle 14 & 15: Planet Reseller – die Leute treten sich tot. // www.valenta.eu

Halle 16: Eine Laugenbrezel, wie in jedem Jahr.

Und zwischendurch das Glanzlicht der CeBIT: Das Internationale Forum Design. Heute mal richtig viele Leute hier. // Und jetzt eine Cola.

Ab hier geht es dienstlich weiter …

Eingetragen am 2010-02-16 18:02 von thSo in Blogging.

Unter Sekundärliteratur habe ich den Katalog der Ausstellung „Zu Gast – 4000 Jahre Gastgewerbe“ aufgenommen. Die Ausstellung selbst kann ich allen Gastrosophen (und solchen, die es werden wollen) nur wärmstens ans Herz legen. Das Gemeinschaftsprojekt des Stadtmuseums Erfurt, des Deutschen Klingenmuseums Solingen und des Museums August Kestner Hannover sollte sicherlich noch häufiger ausgestellt werden.

Eingetragen am 2010-02-15 10:10 von thSo in Web-Tipps.

Auch über automatisierte Suchabfragen finden sich immer mal wieder neue Speisekarten-Links – heute die Firma Multimap Speisekarten.

Ein Anbieter aus den Niederlanden – mit einwandfreier deutscher Website. Zwölf Kartensysteme, u. a. in Aluminium und Holz, Webshop, Preisangaben und ergänzende Angebote wie Tischdekoration und Hotelmappen, machen aus diesem Angebot einen guten Anlaufpunkt.

Eingetragen am 2010-02-14 07:46 von thSo in Blog-trifft-Gastro.

Nach 2008 zum zweiten Mal: Mit einem gehörigen Schrecken und einem kurzen Sprint erreiche ich meinen Zug doch noch. Das kommt davon, wenn man sich spätere Abfahrtzeiten einbildet.

Eingetragen am 2010-02-13 12:03 von thSo in Blog-trifft-Gastro.

Gleich kommt die Bahn in Berlin an (natürlich zu spät :-/) und dann beginnt der Spaß. Dank modernster, mobiler Kommunikationstechnik beginne ich diesen Eintrag schonmal im Zug und werde meine diesjährigen Eindrücke „live“ mitnotieren:

12:30
Helmut schreibt eine Vermissten-SMS. Ich stehe mit dem Zug vor Spandau. Die DB ist nur in ihrer Unpünktlichkeit zuverlässig. Das fängt ja gut an.
12:58
Ankunft Bahnhof Zoo. Ich nehme wohl doch ein Taxi zum Circus.
13:02
Wann hört Berlin auf eine einzige Baustelle zu sein?
13:15
Juchu! Angekommen!
13:16
Theo, ich vermisse dich. Danke für die Grüße und alles Gute für die Familie.
13:30
Hostels - eine Welt, die ich nie zuvor kennengelernt habe. Spannend, die Geschichte des Circus Hostels und der dazugehörigen Bar.
13:57
Der Erfolg des Circus basiert offensichtlich auf der gleichen Idee wie im Ritz-Carlton: Gäste und Mitarbeiter sind gleichgestellt. Der Unterschied liegt in Preis und Publikum.
14:05
Wie findet man bloß solche Konzepte wie das Circus oder Amano, ohne sich im Informationsdschungel zu verlaufen?
14:31
Merke: Zwei Betten im Doppelzimmer sind leider Standard. Ergo: Immer nach Kingsize fragen! (Info aus dem Amano.)
14:33
Eine halbe Flasche Pomerol und eine (leider leere) Einkaufstasche von Agent Provocateur im Zimmer, dass wir gerade besichtigt haben – was mag hier heute nacht wohl passiert sein? (Die Gäste sind natürlich schon abgereist und der Service am Arbeiten. Aber meine Fantasie geht gerade mit mir durch ;-)))
14:46
nischenblog.de ist schon belegt. Leider mit einem „Wie man ganz schnell ganz viel Geld macht“-Konzept versaut. Schade eigentlich.
15:00
Dos Pallilos - Dim Sum ist das asiatische Pendant zur spanischen Tapa. Daher die exotische Kombination aus Name und Küche.
15:09
Blog-trifft-Gastro - ein flashmob-fähiges Konzept?
15:53
Wo ist eigentlich Guido abgeblieben? Keiner weiß es. Schade. (@Guido: Wenn du dies liest, melde dich doch mal!)
17:08
Helmut erzählt die Geschichte von Mixology. Noch netter finde ich nur das Spirutuosenlager hinten im Haus. :*)
17:21
Wenn man eine Mission hat, in welchem Verhältnis steht dann das wirtschaftliche Drumherum dazu? Wann und warum verschwimmen Ursache und Auswirkung?
17:28
Bartender ist ein Beruf für Nachtarbeiter und Singles. – Aha, das erklärt einiges.
17:40
Absinth ist auch nur ein Pastis (Oh-oh, die Bartender hier werden mich dafür ausbuhen ;-)) Aber die Gelegenheit in der Mixology-Bar ist einfach zu günstig. Daher probiere ich mal die Sachen, die ich sonst nie bestellen würde.
18:20
Tommy's Margharita ist eine gute Sache. Dank an Allesandro für den Tipp, Rene für die Zubereitung und Mike für die kritischen Anmerkungen zu Crushed Iced in einer Margharita.
19:40
Ja-aaaa, man kann nicht nur aus Speisekarten eine Wissenschaft machen, nicht nur aus Cocktails zubereiten.
20:38
Kleine Speisekarten-Beratung Wahllokal

Was mir gefãllt:

  • Klein und fein.
  • Preise diskret zurückgenommen.
  • Papier und Schriften.
  • Konsequente klare Linie, passend zur Inneneinrichtung.
  • Vegetarische Gerichte in allen Sektionen unauffällig untergebracht.

Was man verbessern könnte:

  • Falzbeil für die Ecken verwenden.
  • Einleitender/erläuternder Text zu Konzept von Laden und Karte.
22:56
Durch Zuführung größerer Mengen Rotwein werde ich mittlerweile philosophisch – über das Normalmaß hinaus.
23:49
Idee für die Cocktail-Karten dieser Welt: Virgin Long Island Iced Tea und Virgin Zombie (Copyright BtG2010). Wie man merkt, werden wir langsam albern.
00:19
Wer außer mir weiß, warum in einer Absinth-Bar Wasserbehãlter auf allen Tischen stehen?
00:22
Coole Bars brauchen gar keine Karten (Helmut, nachdem ich mich verwundert darüber zeige, dass es in der Admirals Absinth Bar noch keine/zuwenige Karten gibt.)
00:50
Blood&Sand - Cocktails können auch gut und ganz anders schmecken.
01:12
Sledgehammer-Bestellung in einer Cocktail-Bar: Vertrauen Sie mir, ich weiß, was ich tue. – Ok.
01:17
Zum Abschluss ein uralter Cocktail – von 1913: Pendennis Club.
01:30
Beschlossen (mit einer Gegenstimme) und verkündet: Blog-trifft-Gastro 2011 findet in Bamberg bei Gerhard statt (Yes, endlich :-)). 2012 dann Duisburg (Jörg Kalinke, drinkblog.de) oder Köln (noch offen).
01:50
Well, it's been a wonderful party. I think, I'll retire – and go to bed.
Eingetragen am 2010-02-11 20:57 von thSo in Andererseits.

Erfreulicherweise richtig entschieden:

Das Votum war eindeutig: Mit 378 gegen 196 Gegenstimmen fiel die Entscheidung der Europaparlamentarier gegen das umstrittene Bankdatenabkommen Swift am Donnerstag klar aus.

[ … ]

Was die Einstellung zu den Grundrechten angeht, klafft zwischen Europa und den USA eine tiefe Lücke. Ein Abkommen, bei denen die USA unbegrenzten Zugriff auf europäische Daten haben und die Betroffenen keine Möglichkeit haben, sich gegen den Eingriff in ihre Privatsphäre zu wehren, hat hier keine Chance. Das müssen auch die Amerikaner künftig respektieren.

[ via: Stern ]

Die EU hat eben auch Vorteile.

Eingetragen am 2010-02-11 20:42 von thSo in Blog-trifft-Gastro.

Ich freue mich auf euch, Junx&Madels! Das wird bestimmt luschtig! :-)

Eingetragen am 2010-02-06 19:33 von thSo in Blogging.

Jetzt war es endlich soweit: Ich habe das erste Mal eine elektronische Speisekarte „in Händen gehalten“ – bei einem Kurztrip nach London hat mich einer meiner besten Kumpels in das inamo entführt. Das ist (nach eigener Aussage) „a pioneering Oriental fusion restaurant and bar where the control of the dining experience is placed firmly in your hands. [ … ] At the core of Inamo is our interactive ordering system. Diners place orders from an illustrated food and drinks menu projected on to their table surface.“

Und so sieht das aus:

Unten rechts sind Touchpad und „Maustaste“ erkennbar, darüber wird das Menü (des Computers) projiziert, links ein flacher Platzteller (aus Plastik) mit obenliegenden Stäbchen (schließlich ist man hier beim Asiaten), auf den teilweise Bilder der Gerichte projiziert werden. Die dahintersteckende Technologie ist bestechend einfach: Unter der Decke sind Beamer montiert, das Ganze ist eine Windows-Applikation. Aber wie fühlt es sich als Speisekarte an?

Naja, ich muss sagen: Der Gag ist für Sammler wie mich erstmal ganz nett. Techies werden auch begeistert sein. Weil es letztendlich nicht schlecht gemacht und einfach cool ist, wird es wohl weiter funktionieren. Im Vergleich zu einer „richtigen“ Speisekarte ist das System aber zu langsam. Ich habe mehrere Minuten gebraucht, um mich Gericht für Gericht durch das Angebot zu klicken. Schneller Überblick über z. B. die Weinliste funktioniert halt nicht. Auch die Suche nach dem letzten Gericht, das einem so gefallen hat, klappt nicht. Als optische Anker reichen die kleinen Icons für Gelgenheitsnutzer halt nicht. Die Beamer liefern ein eher unscharfes, niedrig aufgelöstes Bild. Man kann erkennen, worum es geht, aber echte Food-Fotos machen da eindeutig mehr Appetit – auch weil letztere sehr viel kontrastreicher rüberkommen. Und das, obwohl der ganze Laden offensichtlich um das Tisch- und Kartenkonzept herumgebaut worden ist.

Das Publikum in diesem Laden ist übrigens bemerkenswert jung – soll heißen, dass an diesem Abend niemand wesentlich über 40 war. Und Reservierungen im 90-Minuten-Takt deuten darauf hin, dass die Beliebtheit (noch) groß ist. Ob das im pulsierenden Herzen von Soho langte so bleibt, muss sich noch beweisen.

Ist das die Zukunft der Speisekarte (über die ich mich ja schon 2002 geäußert habe)? Da bleibe ich doch lieber bei meiner damaligen Meinung: Das haptische Erlebnis fehlt mir einfach, die Usability ist für einen Genießerabend dann doch abträglich. Zu einem Candlelight-Diner würde ich ganz bestimmt nicht kommen. Aber gesehen muss man es wohl mindestens einmal haben.

PS: Der größte Nachteil dieser Karten: Ich kann sie weder hier in der Galerie zeigen noch in mein Regal stellen ;-)

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