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Software-Test: must have menus

Eingetragen am 2014-11-11 20:55 von Thorsten Sommer unter #Blogging.

Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein neues Angebot in dieser Kategorie gefunden (Vielen Dank an Wolfgang Mucher für den Tipp): must have menus ist ein web-basierter Dienst zur Gestaltung von Speisekarten mit direkt angeschlossenem Druckangebot – leider nur in den USA und Kanada verfügbar, aber sicherlich ein Beispiel, was man vielleicht auch in Europa erwarten dürfte.

Das Vorlagenverzeichnis und die Quick Tour machen Lust auf den Dienst. Zumindest was die Möglichkeiten zur optischen Gestaltung von Speisekarten angeht. Einzelne Funktionen sind natürlich wenig überraschend: Musterspeisekarte als Ausgangsbasis wählen, Texte eingeben und formatieren, Farben ändern, Bilder einfügen – alles Dinge, die sich auch in jedem herkömmlichen Textverarbeitungsprogramm finden. Der Mehrwert besteht darin, dass für die entstandene Karte direkt ein Druckauftrag erteilt werden kann. Und auch ins Web soll man direkt publizieren können (wie genau, geht aus der Quick Tour leider nicht hervor.) Die Bedienerführung ist durchaus ansprechend, aber nicht wirklich überragend.

Der Dienst leidet – wie fast alle Dienste dieser Art – darunter, dass man seine Karteninhalte erst einmal mühsam in das vorgegebene Format eintragen muss. Und vermutlich wird man es anschließend auch nicht mehr so einfach da herausbekommen. Wer sich also die Mühe machen will, sollte sich das vorher gut überlegen. Der Aufwand ist recht hoch.

Wenn man also die Bonuspunkte für einen optisch ansprechenden Web-Dienst abzieht, bleibt leider doch wieder nicht viel Nützliches. Den gordischen Knoten der Speisekarten-Gestaltung schneidet must have menus jedenfalls nicht auf. Ich vergebe nur fünf von zehn möglichen Punkten.

Österreich in Panik – die LMIV kommt

Eingetragen am 2014-10-26 10:45 von Thorsten Sommer unter #Blogging.

Ausatmen, liebe Österreicher. Ich glaube, dass ihr bezüglich der LMIV hyperventiliert:

Die Gästeinformation kann auf zwei Wegen passieren: wie von der EU vorgesehen schriftlich neben jedem Gericht auf der Speisekarte. Was aber, wie WK-Gastro-Obfrau und Haubenwirtin Barbara Krenn betont, "oft telefonbuchdicke Speisekarten zur Folge hätte, die bei jeder kleinen Zutat-Änderung neu ausgedruckt werden müssten".

[ via: Kleine Zeitung ]

So heißt es in den „Fragen und Antworten zur Anwendung der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel“ der Europäischen Union (PDF, 228KB) unter anderem:

Im Sinne einer pragmatischen Vorgehensweise könnte durch einzelstaatliche Maßnahmen festgelegt werden, dass genaue Informationen zu Allergenen/Unverträglichkeiten von Stoffen, die bei der Herstellung oder Zubereitung eines nicht vorverpackten Lebensmittels verwendet wurden, dem Verbraucher auf Nachfrage zur Verfügung gestellt werden können, vorausgesetzt der Lebensmittelunternehmer weist an einer gut sichtbaren Stelle deutlich, gut lesbar und gegebenenfalls dauerhaft darauf hin, dass solche Informationen auf Nachfrage erhältlich sind. Hierdurch würden Verbraucher bereits darauf aufmerksam gemacht werden, dass es beim nicht vorverpackten Lebensmittel zu Problemen mit Allergenen/Unverträglichkeiten kommen kann und dass entsprechende Informationen verfügbar und leicht zugänglich sind.

Wie schon beschrieben, sehe ich derzeit noch keinen Anlass zur Veranlassung.

Getränke am Ende der Speisekarte?!

Eingetragen am 2014-10-10 20:32 von Thorsten Sommer unter #Blogging.

Und ich dachte schon, ich wäre der einzige Pseudo-Speisekarten-Wissenschaftler. Doch weit gefehlt. Da draußen gibt es noch viel mehr davon. Auch beim DEHOGA  …

Die Geschichte beginnt mit der Frage eines RadioFritzen: „Warum stehen auf der Speisekarte die Getranke hinten?“ Gefragt wird Christopher Lück vom Dehoga-Bundesverband. Seine Antwort (von ihm selbst auf Soundcloud eingestellt) erregt schon beim ersten Hören meinen Widerstand. Denn er gibt lediglich seine persönliche Meinung zum Besten. Fundiert oder gar richtig sind seine Antworten aus meiner Sicht hingegen nicht.

Radio Fritz behauptet hingegen von sich selbst: „In unseren Sendungen RadioFritzen [ … ] beschäftigen wir uns mit [ … ] gesellschaftlichen Themen. Kritisch, ernsthaft, respektvoll - und immer mit dem Ziel, die Welt hinterher ein Stückchen besser zu verstehen als zuvor.“ – Das hat hier nicht funktioniert. Eine andere Antwort auf die Frage hätte nämlich zum Beispiel lauten können:

In einer „Speisekarte“ finden sich zunächst einmal überhaupt keine Getränke, weder am Anfang noch am Ende. In einer „Speise- und Getränkekarte“ könnte man aufgrund der Wortreihenfolge die Getränke zwar am Ende vermuten: sicher ist das aber auch nicht, denn es gibt nun einmal keine festen Regeln zur Gestaltung solcher Karten.

Statt also pseudo-wissenschaftliche Fragen von Pseudo-Experten beantworten zu lassen, sollten sich auch Radiomoderatoren mal ab und zu ein anders als nur das Stammrestaurant anschauen. Dann hätten sie die Frage wahrscheinlich gar nicht erst gestellt.

Mir allerdings kann man in diesen Dingen guten Gewissens Glauben schenken. Schließlich bin ich auf diesem Gebiet ein Experte.

QR-Codes auf der Speisekarte?

Eingetragen am 2014-03-22 07:55 von Thorsten Sommer unter #Blogging.

Vapiano bringt QR-Codes auf Speisekarten – und eine ganze Armada von Pressemitteilungen dazu. Ich frage mich allerdings, ob daraus für Gäste ein echter Mehrwert entsteht oder mal wieder nur die Marketing-Trommel gerührt wird.

Beim Essen auch noch mit dem Smartphone herumspielen – das übertreiben die meisten sowieso schon. Ich kann daher gut drauf verzichten.

Speisekarte am Stiel

Eingetragen am 2014-03-13 19:52 von Thorsten Sommer unter #Blogging.

„Auf solche Ideen kommen nur unsere kreativen Kunden“ – da gebe ich den Machern von printweb.de gerne recht.

Ob die Kartenform praktikabel ist, bleibt offen. Auf jeden Fall erfüllt sie mein Plädoyer für die kleine Karte.

Tische als Speisekarten – nächster Versuch

Eingetragen am 2014-03-04 15:51 von Thorsten Sommer unter #Blogging.

Vor ein paar Jahren brauchte es noch Beamer und Windows – heute könnte Touch die Lösung sein:

Gemeinsam mit Chaotic Moon Studios hat die Kette dieses Konzept für einen interaktiven Tisch entworfen. Darauf lässt sich nicht nur die Bestellung eigenhändig und spielerisch vornehmen, sondern auch die Wartezeit überbrücken. Mit Tischnachbarn sprechen wird eh komplett überbewertet…

[ via: langweiledich.net ]

Aber mal ganz ehrlich: Hat bei dem Konzept schon irgendwer an Hygiene bzw. Sauberkeit gedacht? Oder soll der Service die Dinger nach jedem Gast mit einem Mikrofasertuch wieder auf Hochglanz wienern? Vermutlich bleibt das Konzept daher noch ein Weilchen nur ein Konzept.

Menükarte zu Weihnachten

Eingetragen am 2013-12-29 13:45 von Thorsten Sommer unter #Blogging.

So sieht eine „benutzerfreundliche“ Menükarte zu Weihnachten aus:

Der Service nummeriert die Menüs einfach von 1 bis 9. Die Gäste können sich schnell und unkompliziert orientieren. Die Küche hat eine überschaubare Varianz, so bleiben die Wartezeiten kurz.

Für alle, die hier nach „Menükarte Weihnachten“ oder „Menü Weihnachten“ suchen, ein hoffentlich guter Landeplatz ;-)

So bitte nicht …

Eingetragen am 2013-12-22 16:22 von Thorsten Sommer unter #Blogging.

Nee, liebe Leute. So geht das gar nicht!

Selbst auf Personenstopperformat nicht wirklich lesbar. Wer denkt sich sowas aus? Und wer macht angesichts solch einer Karte keinen Bogen um den Laden?

Gästesensitive Speisekarten

Eingetragen am 2013-12-17 21:17 von Thorsten Sommer unter #Blogging.

Hatten wir hier ja schon häufiger: Gästesensitive Speisekarten, also Karten, die auf die Gäste reagieren: Zahlen Sie, was Sie wollen. oder Zahlen Sie abhängig davon, wie es Ihnen geschmeckt hat. – Neu ist, dass der Preis abhängig von der Freundlichkeit des Gastes variiert:

[ via: langweiledich.net ]

Charmante Idee ;-)

Blinden-Speisekarten in Trier

Eingetragen am 2013-12-06 07:08 von Thorsten Sommer unter #Blogging.

Gute Aktion:

Alle interessierten Trierer Gaststättenbesitzer können eine barrierefreie Speisekarte erhalten. Die Materialkosten übernimmt der Behindertenbeirat.

[ via: glaubeaktuell.net ]

Sicherlich ein Anreiz für die Gastronomen und vor allem ein Service für Blinde.

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